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Hüerhues

Auf dem Gelände des Heimatvereins wurde im Frühjahr 2003 ein weiteres historisches Gebäude fertiggestellt, das "Hürhues Löckemann". Wie so oft zuvor war auch dieses Gebäude im Jahr 1987 von der damaligen Jugendgruppe des Vereins unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Bernhard Laackman vom Hof des Landwirts Löckemann in Catenhorn abgetragen und in Hauenhorst am Dorfplatz eingelagert worden.Durch Zufall kam im Jahr 2000 das Vorstandsmitglied Franz- Josef Volkert mit dem Leiter der Baumaßnahme am Heimathaus Hovesaat, Rolf Bücker ins Gespräch. Sie unterhielten sich über den Wiederaufbau historischer Gebäude, dabei erinnerte sich Volkert an die alte Scheune, die noch immer zerlegt am Dorfplatz lagerte. Bücker deutete Möglichkeiten an, mit welchen Hilfen ein Gebäude dieser Art wieder aufgebaut werden könnte. Weitere intensive Gespräche zwischen dem Heimatverein und offiziellen Stellen folgten. Es ergab sich, dass das Berufsfortbildungswerk, eine gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB, dem Antrag des Heimatvereins zum Wiederaufbau der Scheune Löckemann zustimmte.
Das Berufsfortbildungswerk führte im Auftrag von Kooperationspartnern, bei diesem Projekt der Kreis Steinfurt, Umschulungsmaßnahmen zur Qualifizierung durch, um Sozialhilfeempfänger wieder in das Berufsleben zu integrieren. Die Finanzierung wurde aus dem Europäischen Sozialfond zur Förderung strukturschwacher Gebiete ermöglicht. Der Heimatverein stellte das eingelagerte Gebäude zur Verfügung.

Die Materialkosten wurden ebenfalls durch den Verein, bezuschusst durch die Stadt Rheine, aufgebracht. Im Herbst 2001 wurden am Dorfplatz die Fundamente gegossen und mit dem Wiederaufbau begonnen.
Vierzehn Sozialhilfeempfänger führten unter fachlicher Leitung von Handwerksmeistern alle Restaurierungsarbeiten im Bereich des Hochbaus aus. Die Maßnahme ist auf ein Jahr begrenzt.

Der Heimatverein ist dankbar und freut sich sehr, mit Hilfe und Unterstützung aller beteiligter Stellen einen historisch wertvollen Bau der Heimathausanlage angliedern zu können. Das umgesetzte Haus ermöglicht es, die Aktivitäten des Vereins besser auf verschiedene Räumlichkeiten zu verteilen.
Weil das Hürhues Löckemann mit Heizung, einer kleinen Küche und sanitären Anlagen ausgestattet ist, wird sie vielfältig genutzt, zunächst durch die Spinngruppe. Weitere Nutzungsmöglichkeiten sind bereits geplant.


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