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Aprilscherz 2015

Zum Auftakt des Scherzes wurde folgender Artikel sowie ein "Leserbrief" des Vorsitzenden in der Zeitung veröffentlicht:

Wetteinlösung am Aktionstag

Die Nachbesprechung zum Nikolausmarkt wurde von einigen Männern des Heimatvereins und des Bürgerschützenvereins nach Ende des offiziellen Teils zu einem kräftigen Umtrunk genutzt.

Zu vorgerückter Stunde und mit steigendem Alkoholpegel wurde das Sprichwort „Wer arbei-ten kann wie ein Pferd, kann auch saufen wie ein Pferd" umgemünzt in „Wer säuft wie ein Pferd, soll auch arbeiten wie ein Pferd". Was lag also näher, als die eigentliche Arbeit der Pferde, nämlich das Ziehen von Karren und Wagen, einmal von Menschen durchführen zu lassen.

Schnell war man sich einig, die beiden unter der großen Remise des Heimatvereins stehenden Sturzkarren zu nutzen und sie in fairem Wettbewerb von jeweils einem Mitglied des Heimatvereins und des Bürgerschützenvereins einmal rund ums Heimathaus zu ziehen Der Verlierer müsse für den Gewinner einen Hektoliter Bier ausgeben. Das Bier solle nach dem Schützenfest beim Hexen des BSV getrunken werden. Natürlich dürften dann alle Mitglieder des Heimatvereins, auch die die nicht Vereinsmitglied, oder sogar Mitglied in einem fremden Schützenverein sind, ausnahmsweise am diesjährigen Hexen teilnehmen.

Als Termin für den Wettstreit wurde der letzte Aktionstag des Heimatvereins vor Ostern abgesprochen.

Heute ist es also soweit.... Der Beginn des Sturzkarrenrennens ist um 15:30 Uhr.

Die Regeln

1. Gelaufen wird ein Rundkurs, beginnend am Heimathaus entlang der Hauptstraße, der Brochtruper Straße, durch das Wohngebiet „Am Dorfplatz" und zurück zum Heimathaus.

2. Entlang der Hauptstraßen dürfen nur die Bürgersteige genutzt werden, da die Polizei nicht bereit ist während des Wettrennens für eine Vollsperrung der entsprechenden Hauptstraßen zu sorgen.

3. Gelaufen wird in Gegenrichtung.

4. Da die beiden zur Verfügung stehenden Sturzkarren unterschiedlich schwer sind, wir die leichtere Karre mit entsprechend vielen Bruchsteinen beschwert.

5. Da der Heimatverein die Karren und entsprechendes Zuggeschirr beistellt, besorgt der Bürgerschützenverein Hafer in flüssiger Form um die „Pferde" entsprechend bei Laune zu halten.

Passend zum obigen Text veröffentlichte die Zeitung noch folgenden Leserbrief:


1. Vorsitzender des Heimatvereins Norbert Aue

Sturzkarrenrennen Bürgerschützen / Heimatverein auf der Kippe?

Wir vom Heimatverein Hauenhorst/Catenhorn haben nun wochenlang trainiert und unseren besten Mann, Klaus Roeder, optimal vorbereitet und waren uns des Sieges beim heutigen Sturzkarrenlauf sehr sicher.

Aber was mussten wir zur Enttäuschung nun am Dienstagnachmittag sehen:

Die Bürgerschützen trainierten auf dem Bürgersteig der Hauptstraße und es ist kaum zu glauben, Klaus Roeder einer der zuverlässigsten Mitstreiter des Heimatvereins fällt uns in den Rücken und lies sich von den Bürgerschützen abwerben. (siehe Foto oben)
Pure Bestechung oder gar Korruption! Wir sind von diesen bösen Spiel sehr überrascht worden und natürlich ziemlich sauer.Aber Bürgerschützen und KLAUS wir wären nicht der Heimatverein, wenn wir nicht noch ein Ass im Ärmel hätten.
Lasst euch überraschen! Wir erhöhen den Einsatz um 50 Prozent. Klaus wird keine Chance haben. Denkt daran, Läufer und Karren müssen gleich schwer sein!

Norbert Aue
Vorsitzender
Heimatverein Hauenhorst/Catenhorn

Am 2. April erfolgte dann die Auflösung

 

Der gestrige Artikel in der MV "Wer saufen kann wie ein Pferd ..." begeisterte viele Bürgerinnen und Bürger im Umfeld von Hauenhorst. Wir vom Heimatverein wurden des Öfteren auf den Artikel und den Leserbrief  angesprochen.  Die Initiatoren des Heimatvereins waren daher um 15:30 Uhr, also zum Start, mit Sturzkarre und Pferd an der Hauptstraße präsent. Einige Schaulustige an der gegenüberliegenden Bushaltestelle sowie auf beiden Seiten der Hauptstraße beobachteten unser Treiben. Aufkommende Fragen, wo denn die Bürgerschützen nur blieben, beantworteten wir mit: "Keine Ahnung, die kneifen wohl!" Zur Auflösung des ganzen Aprilscherzes hielten wir den Neugierigen dann ein lächelndes Schild mit der Aufschrift "April – April" entgegen. Schade war nur, dass wir nicht die vielen stillen Beobachter hinter ihren Fenstern sehen und ansprechen konnten. Dazu noch eine bemerkenswerte Anmerkung eines Ehepaares, nach dem das Schild April- April hochgehalten wurde: Er: “Da schau, ich habe es dir gesagt, aber du wolltest ja unbedingt zuschauen.”
Sie: “Ist ja gut.”Liebe Bürgerschützen seid uns nicht Böse, euer diesjähriges Hexen findet leider ohne uns statt, also wie gehabt im internen Kreis. Schade ;-) !!!
Wir vom Heimatverein basteln jetzt schon wieder an einer neuen Idee,um im nächsten Jahr zum ersten April wieder eine Person oder Gruppe aufs Korn zu nehmen. Danke an die Redaktion der Münsterländischen Volkszeitung für die Veröffentlichung unseres Scherzes!

Norbert Aue
Vorsitzender


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